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Die Show geht zu Ende, nur noch wenige Aufführungen. Droht eine ebenso ergebnislose Fortsetzung?

Autorenbild: Stefan
Stefan
1. Aug.
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 3. Aug.

Es waren 12 ereignisreiche und wechselhafte Jahre einer einzigartigen Schauspielkarriere, die wie viele andere Karrieren manchmal auch, nun am Tiefpunkt des erfolglosen Hauptdarstellers endlich zu Ende geht. Zum Glück.


Es gab Höhepunkt. Diese standen oft in der Tageszeitung. Allermeist waren sie allerdings rein verbaler Natur, oft unwahr, immer ohne nachhaltig Werte zu schaffen und ohne der nachfolgenden Generation Substanz zu hinterlassen. Aber ein mieses Talent allein macht noch keine miese Aufführung. Dazu gehören oft mehrere Laienschauspieler ohne jegliches Basiswissen, aber mit Höchstgagen eingestellt, die oft als Quereinsteiger aus benachbarten Kleinstädten angeschwemmt wurden und an neuer Stätte ihr erfolgloses Wirken fortsetzen wollten. Ausreichend war deren eigener Meinung nach eine perfekt sitzende Frisur und ein bisschen Lack an passender Stelle. Diese Menschen ergänzten sich perfekt, die Abwärtsspirale nahm weiter und sich selbst beschleunigend an Fahrt auf.

Als man bemerkte, dass positives Feedback und Einnahmen ausblieben, verlegte man einfach den Aufführungsort, wie schon so oft zuvor, als die/der ein/e oder andere Kollege/in von den eigentlichen Problemen ablenkend öffentlichkeitswirksam weggebissen wurden. Dafür benötigte man allerdings nach einer ersten gescheiterten Premiere in 2022 ein überarbeitetes Drehbuch und weitere Statisten, einen Intriganten, einen angehenden Möchtegernpolitiker, ein paar Personen ohne Text und zu guter Letzt ein Schlachtlamm sowie Rauch und Feuer.


Mit der neuen Story sollte alles besser werden, jeder sollte ein Star und nun für seine vergangene Erfolglosigkeit belohnt werden. Der scheidende Hauptdarsteller dachte an einen Straßennamen oder ein bronzenes Denkmal zu seinen Ehren. Die blondierte Co-Produzentin gierte nach Lob und Jubel und der angehende Möchtegernpolitiker träumte von einer darauffolgenden jahrzehntelangen Politikerkarriere und vielleicht sogar einen Auftritt auf der Berlinale in 2034.


Ihnen kommt diese Geschichte ein wenig bekannt vor? Ja, so hat es sich zugetragen, als man ohne Anstand und Moral, des eigenen Egos und des politischen Fortkommens willen ein erfolgreiches kommunales Unternehmen nicht auf dem einfachen Weg und durch Gesetzesänderung vorgezeichneten Weg umstrukturierte, sondern daraus eine Show mit viel Rauch um nichts machte und sich selbst als heroische Retter/in inszenierte/n.


Wenn Sie mögen, können Sie nachfolgend die reale Geschichte noch einmal in der Langversion nachlesen ...

1 Kommentar

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edimueller1949
06. Aug.
Mit 5 von 5 Sternen bewertet.

Schmierentheater im wahrsten Sinn des Wortes.

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