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Die große Ehrenamts- und Vereinslüge

Autorenbild: Stefan
Stefan
29. Aug.
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 30. Aug.

Die immergleichen Wahlversprechen ohne Absicht zur Umsetzung - merkt das denn wirklich niemand?


Haben Sie sich eigentlich auch schon einmal gefragt, warum in den Wahlprogrammen der immer wieder versagenden Regierungen, so auch in Staufenberg, ständig die gleichen Wahlversprechen vorkommen. Es wird vor jeder Wahl aufs Neue als wichtigstes Versprechen die Stärkung des Ehrenamtes, der Senioren und der Vereinsarbeit versprochen. Oft sei es daher Chefsache.

Hat sich denn dazu in den vergangenen Jahren in Staufenberg durch die Gemeindeverwaltung und die regierenden Parteien irgendetwas nennenswertes getan oder verändert? Vor allem in den kleineren Ortsteilen? Nein! Der Grund dafür ist eigentlich logisch und selbsterklärend. Ein Verein wie der HSC in Landwehrhagen hat z. B. mehrere hundert Mitglieder. Wenn man den Vereinsvorsitzenden über mehr als 10 Jahren eine Verbesserung der Trainings- und Spielbedingungen verspricht, freuen sie sich darüber. Sie stellen es nicht in Frage., sondern glauben es. Warum sollten sie von einer Lüge ausgehen? Wenn dann vor einem Jubiläum der CDU-Bürgermeisterkandidat dort kurz vorher Mitglied wird, das Jubiläum mit ausrichtet und dann noch Freibier hier und Bratwurst dort verschenkt, freut sich jeder so umgarnte Verein. Man glaubt, die Beziehung sei eine symbiotische Verbindung, der eine brauche den anderen. So gewinnt der Kandidat plötzlich mehrere hundert Freunde und Wähler und der Verein evtl. eine bevorzugte Behandlung. Dass diese Verbindung eine einseitige Nutzverbindung zum Vorteil des Kandidaten ist, merkt niemand. Senioren oder Ehrenamtler sind ähnlich große Wählerkreise. Aber warum lassen sich diese wichtigen Gesellschaftsgruppen über Jahre hinhalten, vertrösten und akzeptieren, wenn angeblich wichtige Sanierungen, wie z. B. die Sanierung der Sporthalle in Landwehrhagen ersatzlos aus dem Finanzhaushalt gestrichen wurden? Stattdessen gewinnt er mit einem neuen Projekt, einem Kunstrasenplatz in Benterode, weitere Wähler für sich. So gibt es auch für Senioren oder Ehrenamtler keine nennensweten Vergünstigungen, noch Projekte, lediglich beim Umbau von Gebäuden werden bestenfalls geltende Regelungen zur Inklusion und Barrierefreiheit umgesetzt. Es gibt kein proaktives Handeln. Merken die Ehrenämtler, Senioren, Vereine und Vereinsmitglieder wirklich nicht, dass sie seit Jahren nur veräppelt und benutzt werden?


Wir befinden uns zusätzlich zu diesen widerwärtigen und unehrlichen Versprechungen in einer Zeit des Umbruchs und politischer Neuausrichtungen, national wie international. Junge Parteien stehen in Deutschland zur Wahl, etablierte müssen ums Überleben kämpfen. Die Luft für alle wird durch Stimmenumverteilung auf immer mehr Parteien dünner, Koalitionen mit mehr als einem Partner, zum alleinigen Zwecke des Regierens, und faule und inhaltlich schwache Kompromisse werden wohl die Regel sein. Neuausrichtungen sind nötig, wenngleich ehemalige Werte und Identität für einen Stimmenfang dabei einfach über Bord geworfen werden, um mitzuregieren. Das ist keine gute Entwicklung.


In Staufenberg steht am Sonntag, den 13. September ebenfalls eine große Wahl an. Es wird nicht nur endlich ein neuer Bürgermeister gewählt, sondern auch die gemeindlichen Gremien. Neue Parteien wird man in Staufenberg indes nicht viele finden. Was man daher jedoch unbedingt prüfen sollte, ist wie sich die moralischen Werte und abgelieferten Leistungen in den vergangen Jahren in der Parteienlandschaft entwickelt haben. Haben der amtierende Bürgermeister und die regierenden Parteien gute Arbeit gemacht und ihre Wahlversprechungen eingehalten? Nicht zu 100 %, das wäre ein unmöglicher Wert, aber vielleicht zu 50 %? Das hätte doch machbar sein sollen.


Nein, das haben Bürgermeister Grebenstein und die CDU bei Weitem nicht geschafft. Stattdessen hat ein moralischer Werteverfall mit stetem Umsichbeißen, Wegtreten und weiteren leeren Versprechungen in der Verwaltungsführung und Staufenberger CDU Einzug gehalten. Der Bürgermeisterkandidat der CDU gibt das im HNA-Interview sogar zu und meint wohl, das habe etwas mit Stärke zu tun. Es handelt sich allerdings wohl eher um verbissene Karrieregeilheit und Morallosigkeit. Müsste man das 12-jährige und 20-jährige Wirken und Schaffen von Bürgermeister Grebenstein und dem CDU-Bürgermeisterkandidaten Sebastian Bornmann bildlich beschreiben, würde ich es in aller Kürze plastisch so beschreiben: Wenn deren Vorgänger ebenso langsam, wenig durchdacht und undemokratisch gearbeitet hätten, würden viele von uns Bürgerinnen und Bürgern noch in den hinteren Teil unserer Gärten auf ein Plumpsklo gehen müssen, es ist einfach nur schrecklich, es muss eine Veränderung her.



Bier-Bratwurst-Bornmann darf keine Qualifikation sein. Auch nicht das Verschenken "Ahler Würschte" statt Kugelschreibern. Bürgermeister Grebenstein hat uns schon ins Quasi-Mittelalter zurück katapultiert, wenn wir jetzt noch ein wichtiges Schreibutensil gegen mittelmäßige und kurzlebige Wurstwaren eintauschen, so wie es Herr Bornmann werbewirksam empfiehlt, und damit eines der wichtigsten Entwicklungsinstrumente unserer modernen Zivilisation abwerten, dann hat es diese amtierende "Gemeindeverwaltung" wirklich endgültig geschafft. Dann ist Staufenberg am Ende.


Wer Veränderung will, gibt nicht einem CDU-Bürgermeisterkandidaten erneut Gelegenheit für einen weiteren Abstieg Staufenbergs, sondern einem ausgebildeten und studierten Ökonomen die Chance, den Abstieg in einen neuen Aufstieg umzukehren.


Gehen Sie wählen und kreuzen (X) Sie bitte Harald Weinand an.



1 Kommentar

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Julia Müller
Julia Müller
29. Aug.
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Ich setze mein Kreuz an die richtige Stelle und das ist Harald Weinand. Super Post! Hoffentlich verstehen es die Leute

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