Zwei Bürgermeisterkandidaten, aber nur einer kann Staufenberg wieder zurück auf den Weg bringen

Aktualisiert: 16. Aug.
Zur Staufenberger Bürgermeisterwahl am 13. September 2026 treten zwei Kandidaten an. Beide versprechen viele Dinge, mal mit geringem, trotz 20-jähriger politischer Arbeit in verschiedenen gemeindlichen Gremien, angesammelten "Wissen", mal mit gutem Vorsatz. Manchmal unterscheiden sich die Ansätze nicht wesentlich, oft hingegen sehr. Aber es bleiben zunächst alles nur Versprechen. Darauf sollte man, auch wenn sie ehrlich gemeint sind, nicht bauen. Denn oft spielen politische Mehrheiten, Gesetze oder andere Zwänge eine wesentliche Rolle bei deren Umsetzung. Wie die demokratischen Entscheidungsfindungen ausgehen, können beide nicht wissen, deshalb sollte ein zu viel an Versprechen schon ein gewisses Misstrauen bei uns Wählern auslösen.
Was kann man dann heranziehen, um den geeignetsten Kandidaten auszuwählen um Staufenberg wieder zurück ins richtige Fahrwasser zu bringen?
Wenn zum Beispiel ein Kandidat angibt, sich für saubere Luft, klareres Wasser und mehr Sonnenschein einsetzen, hört sich das großartig an. Er wird aber wenig davon bewirken können, selbst wenn er es ehrlich meint. Wenn ein Kandidat bspw. angibt, er sei Papa, so ist das auch großartig, denn nicht jedem ist dieses Glück vergönnt, aber es qualifiziert ihn nicht zum Bürgermeister. Auch nicht das Händeschütteln von Promis oder im richtigen Augenblick im Kreistag die Hand in die Luft zu heben und einer von mehreren ehrenamtlichen stellvertretenden Landräten zu werden, deren Job es lediglich ist, den Landrat bei öffentlichen Auftritten zu vertreten. Auch das Verteilen von Kunststoffabfallsammelbehältern, die sowieso kurze Zeit später den Weg zum Gebührenzahler gefunden hätten, ist keine besondere Befähigung zum Bürgermeister. Ebenso wenig ist es glaubhaft oder vielleicht sogar eher dumm, zu behaupten, man habe bei der Beschaffung einer Baugenehmigung für Ersatzneubauten eines abgebrannten Wohnhauses im Ortsteil Nienhagen bei der Bauaufsicht des Landkreises Göttingen "unterstützt". Das Gesetz sagt dazu nämlich: Gewährt ein Beamter oder Angestellter im öffentlichen Dienst einem Bauherrn rechtswidrige Vorteile, z. B. das Vorziehen eines Antrages, usw., verletzt er seine dienstlichen Pflichten. Dies stellt ein innerdienstliches Dienstvergehen dar." So dumm wird der zuständige Sachbearbeiter wohl nicht gewesen sein, wenn er doch weiß, dass dieser Bürgermeisterkandidat sich zu gern jede Publicity-Feder an seinen Hut steckt und der Sachverhalt damit ans Tageslicht gelangt. Wahrscheinlicher ist daher, dass die Baugenehmigung so oder so nach dieser langen Bearbeitungszeit in Kürze erteilt worden wäre. Bei eigenen gemeindlichen Bauanträge, die teilweise fast 2 Jahre in der Bearbeitung waren (siehe HNA-Berichterstattung 2022), hat weder er noch Bürgermeister Grebenstein dieses Kunststück vermocht. Oder wollten es beide nur nicht?
Dass ein eingängiger Slogan wie: "Bier - Bratwurst - Bornmann" eher ein Bestechungsangebot und alles andere als ein qualitativ aussagekräftiges und ehrliches Wahlprogramm ist, liegt auf der Hand.
Auch die HNA-Berichterstattung vom 15.08.2026 "Bürgermeisterkandidat Bornmann (CDU) stellte sich beim HNA-Lesertreff allen Fragen" wirft mehr Fragen aus als sie zur Bewerbung dieses Kandidaten zum Bürgermeister dienen könnte. Gehen wir sie gemeinsam kurz durch:
Es werde keine Steuererhöhungen geben! Hört sich super an, entspricht am heutigen Tag schon nicht mehr der Wahrheit. Er weiß doch noch überhaupt nicht, welche weiteren Aufgaben von Bund, Land oder Kreis nach unten auf die Gemeinden übertragen oder welche Pflichtaufgaben bis wann in welchem Umfang erledigt werden müssen. Es sind mind. 60% der Gemeindestraßen marode, die sein Vorgänger in 12 Jahren Untätigkeit nicht saniert hat. Die Eigenanteile bzw. vollen Unterhaltungsbeträge verbleiben bei er Gemeinde. Der Haushalt hat keine Luft. Aber er verspricht, dass es keine Steuererhöhungen geben wird. Nehmen Sie ihn im Fall der Fälle beim Wort.
Die Kommune ist haushaltstechnisch gut aufgestellt: "Die Kommune stehe besser da als in der Vergangenheit und habe zuletzt sogar einen kleinen Überschuss erwirtschaftet, so solle es auch weitergehen. Auf die Frage nach dem Einfluss der ausstehenden Abschlüsse des Staufenberger Gemeindeservice auf die kommunalen Haushalte erklang im Zuschauerraum ein Raunen. Inwieweit die in Zukunft die Haushalte der Gemeinde belasten, ist bisher nicht ganz klar“, sagte Bornmann. Aber auch sie würden am Ende nicht für eine katastrophale Haushaltsituation sorgen.".
Das stimmt, denn die letzten Abschlüsse des Staufenberger GemeindeService AöR (SGS) sowie viele andere Abschlüsse zuvor waren positiv, sie haben demnach mit zur Entlastung des Gemeindehaushalts beigetragen und es wurde Vermögen im Rahmen der Rückabwicklung in 2024 mit übergeben, das teilt aber niemand offiziell mit. Ist das nun die Trendwende gegenüber den früheren und sonst diffamierenden Aussagen gegenüber dem SGS? In jedem Fall stimmt auch ein weiterer Wahlslogan seit dieser Veranstaltung wohl nicht mehr. Denn die junge CDU-Garde musste Staufenberg ja angeblich "sturmsicher" machen. Nun war das Schiff Gemeinde Staufenberg wohl gar nicht in Gefahr. Das Sprichwort: "Was stört mich mein Geschwätz von gestern.", ist leider der einzig erkennbare rote Faden im Wahlprogramm des CDU-Bürgermeisterkandidaten Bornmann.
Gegen Klimaschutzmanager ausgesprochen: Er ist 20 Jahre im Amt, hat aber scheinbar die Notwendigkeit, etwas am individuellen und gesellschaftlichen Verhalten hinsichtlich der Ressourceninanspruchnahme unseres Planeten zu verändern, scheinbar noch nicht verstanden. Es gibt erhebliche Fördermittel (bis zu 80%), die für entsprechende Gegenmaßnahmen gewährt werden. Dies sind dann nicht nur Maßnahmen á la Wünsch-Dir-Was, sondern auch ganz profane, nämlich der bevorstehende Heizungsaustausch, weil eine Heizung sowieso abgängig ist. Auch die Begrifflichkeiten wirft er trotz bester politischer Vernetzungen fleißig durcheinander. Klimaschutz beschäftigt sich mit der Verringerung umweltschädlicher Emissionen und soll einer weiteren Verschlechterung vorbeugen. Klimaanpassung ist das, was die Folgen des aktuell sichtbaren Klimawandels für Mensch und Natur erträglicher oder im besten Fall umkehren soll. Das wären z. B. auch teure Klimageräte in Schulen oder Entsiegelung und Verschattung von Plätzen für vulnerable Personengruppen. Die genannten und geförderten Personen, die die Gemeinde Staufenberg ja nicht benötigt, sind auf diesen Gebieten bestens ausgebildet und kennen auch die Fördermöglichkeiten und -quellen. Klimaschutz ist also kein Ziel der Staufenberger CDU!
Batteriespeicher: Der Batteriespeicher sei ein Herzensprojekt des amtierenden Bürgermeisters. Er selbst sei kein Experte und es fehlten Erfahrungswerte, sagte Bornmann. Auch mit den vorliegenden Unterlagen sei schwer zu beurteilen, wie groß der Gewinn finanziell für die Gemeinde und wie zukunftsfähig die Technologie sein werde.
Es ist ja tatsächlich noch schlimmer als angenommen. Man redet von einem Herzensprojekt eines einzelnen, der Ratsentscheidungen umzusetzen hat und ohne scheinbar Hintergrundinformationen zum Brandverhalten mit austretenden chemischen Flüssigkeiten und einer Löschbarkeit oder exakten Ertragslagen zu haben. Wird im Rathaus gewürfelt, um sich doch noch schnell ein Denkmal zu setzen?
Königstraße wird wahrscheinlich nicht fertig: Diese Aussage verwundert, da er öffentlichkeitswirksam in Presse und Fernsehen zugesagt hat, sich darum zu kümmern. Hier wird schon ein erstes Wahlversprechen vor dem Wahltag relativiert.
Belassen wir es dabei, der Rest des Artikel spiegelt die gleiche unverbindliche Allgemeinprosa eines gut vernetzten und in aussageloser Politikrhetorik geschulten CDU-Kandidaten dar - Bier-Bratwurst-Bornmann.
In jedem Fall erbringt allein das Aufzählen der tollsten Fähigkeiten, ob wahr oder unwahr, ob für das Amt wichtig oder extremst unwichtig, keine Lösung bei der Suche nach einem geeigneten Kandidaten, sondern lässt unter Umständen den größten und lautesten Schaumschläger oder Geschichtenerzähler gewinnen.
Das hatten wir die vergangenen 12 Jahre schon, das darf nicht erneut passieren!

Folgende Überlegungen könnten eine Auswahl versachlichen. Anstatt Punkte aufzuzählen und zu schauen, welcher der Kandidaten am Schluss die meisten Punkte hat, es siegt bei diesem System unterbewusst oder offenkundig bewusst immer das subjektive Empfinden, wird eine Negativbewertung durchgeführt. Es wird also darauf geschaut, was ein Kandidat in seiner Vergangenheit für das gesellschaftliche Leben und die Gemeinde getan hat. Womit empfiehlt oder womit disqualifiziert er sich?
Sebastian Bornmann gibt auf seiner Homepage an, er sei 2007 in die CDU eingetreten. Er war schnell politisch aktiv und biss der eigenen Aussage zufolge (siehe HNA-Artikel vom 11.08.2026) schon damals hierarchisch über ihm stehende Parteikollegen der Parteikarriere wegen weg. Er sitzt daher seit 2016 im Gemeinderat und ist demnach seit 10 Jahren Gemeinderatsmitglied und seit fast 20 Jahren politisch aktiv. Er unterstützt außerdem mit seiner CDU seit 12 Jahren den amtierenden Bürgermeister. Und nun will er die Gemeinde Staufenberg, seinen Worten nach, sturmsicher machen. Wenn dies notwendig ist, fragt man sich automatisch, wer hat den Karren denn in den Dreck gefahren oder das Schiff nahezu kentern lassen. Die CDU steht seit 12 langen Jahren mit am Steuer. Ich kann darin und den vielen öffentlichkeitswirksamen bunten Bilderchen und Aktionen, lediglich eine Propaganda erkennen. Den Vorstoß der CDU zur Einführung eines Einheimischenprinzips bei der Vergabe von Baugrundstücken sowie mit Unterstützung der WfS von Containern für die Essensausgabe in der Hermann-Gmeiner-Schule konnte glücklicherweise verhindert werden. Insofern muss man resümieren, dass Bornmann mit seiner CDU mehr als erfolglos war. Was sollte sich daran nach der Wahl zum Bürgermeister ändern?
Harald Weinand verfügt über keine oder ggf. wenig kommunalpolitische Erfahrungen. Er hat jedoch Erfahrungen beim Führen von über hundert Menschen in einem der größten Gesundheitskonzerne Deutschlands. Dies nicht an einem Standort, sondern 10 wechselnden Standorten. Er ist mit dem Austarieren unterschiedlicher Meinungen, regionaler Unterschiede und Aufgabenstellungen vertraut. Er kann also in der Politik ähnlich agieren. Er hat keine jahrzehntelange erfolglose, hinterhältige und arrogant-bissige Politikerfahrung. Gerade das gibt ihm den Vorteil, die politischen Versäumnisse der vergangenen 12 Jahre aufzuarbeiten, den Wagen oder das Schiff wieder auf Kurs zu bringen. Denn Staufenberg an sich ist sturmfest, es braucht nur einen geeigneten Steuermann, aber keine Personen, die nur herumeiern und sich mit den alltäglichsten und selbstverständlichsten Dingen schmücken, um sich aus der Menge hervorzutun.
Rein sachlich gibt es also keinen Zweifel, wer der geeignetere Bewerber für das Amt des Bürgermeisters ist. Jetzt müssen Sie nur noch überlegen, was aus Ihrer Sicht das Wichtigste für Staufenberg und wer für Sie der richtige Kandidat ist.
Harald Weinand
Für Staufenberg,
gegen weitere 20 Jahre Totalversagen!



Das Einzige, was die Gemeinde Staufenberg voran bringen könnte, ist für den Kandidaten Bornmann, wie schon seit Jahren als Fraktionsvorsitzer der CDU,kein Thema, nämlich Wertschöpfung. Schon vorhandene Betriebe durch kommunale Aufträge zu stärken ist weitaus effizienter als sie aus Gutdünken zu boykottieren oder sogar zu zerstören. Bornmann träumt schon von der Erschließung eines neuen Gewerbegebietes jenseits der Autobahn, obwohl man in den vergangenen Jahren nicht mal in der Lage war, die vorhandenen Straßen in Ordnung zu halten. Es ist wirklich wünschenswert , daß in Zukunft in Staufenberg politische Entscheidungen ohne Parteiengeklüngel getroffen werden, was mit einem parteilosen Bürgermeister sicherlich am ehesten möglich ist.
Da stimme ich zu
Super geschrieben, Weinand ist die richtige Wahl 💪🏻